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Das Leitbild der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.

Das Leitbild der Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V.

1.) Verein und Werkstätten gGmbH

Wir, die Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V., sind ein von Eltern gegründeter gemeinnütziger Verein.

Wir sind ein Zusammenschluss von Eltern, Angehörigen und Unterstützern von Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind und Menschen mit Behinderungen, insbesondere Menschen mit geistigen Behinderungen.
Der ehrenamtliche Vorstand des Vereins setzt sich mehrheitlich aus Eltern und Angehörigen von Menschen mit Behinderungen zusammen.
Dieses Leitbild gilt auch für die Lebenshilfe Werkstätten gGmbH.

2.) Menschenbild
Wir achten jeden Menschen in seiner Würde und seinem unantastbaren Lebensrecht. Seine Menschenwürde verwirklicht sich durch Teilhabe und Selbstbestimmung in der Gemeinschaft. Jeder Mensch ist einzigartig und unverwechselbar. Er verdient, dass wir ihm mit Respekt begegnen und ihn in seinen Möglichkeiten und Grenzen achten.
Wir definieren den Menschen nicht aufgrund seiner Behinderung, sondern sehen ihn als gleichwertig mit seiner einzigartigen Persönlichkeit. Wir haben den Anspruch, jedem Menschen offen und vorurteilsfrei zu begegnen.
Unser Handeln orientiert sich an dem, was er in seiner besonderen Lebenssituation braucht und nach dem, was er will.
Nach unserem Verständnis ist jeder Mensch fähig, seine Persönlichkeit zu entfalten und seine Lebensräume nach eigenen Möglichkeiten selbst zu gestalten.
Wir respektieren jeden Menschen in seinen Bedürfnissen und Beziehungen, seiner subjektiven Befindlichkeit und persönlichen Entwicklung.

3.) Auftrag

Wir schaffen und unterhalten Einrichtungen und Dienste, die eine wirksame Hilfe für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen aller Altersstufen bedeuten.
Wir setzen uns dafür ein, dass der Grundsatz „Selbstverwirklichung in sozialer Integration“ in allen Lebensbereichen umgesetzt werden kann.
Dazu stellen wir in Schwabach, Roth und im Landkreis Roth vielseitige Angebote bereit. Diese umfassen ambulante, teilstationäre, vollstationäre Einrichtungen und mobile Dienste.
Wir fördern und begleiten Menschen mit Behinderungen auf der Grundlage aktueller pädagogischer und therapeutischer Erkenntnisse und Methoden.
Wir unterstützen sie bei der Durchsetzung ihrer individuellen rechtlichen Ansprüche.
Unsere Arbeit gestalten wir so, dass ihre jeweiligen individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt des Handelns stehen. Maßstab dafür sind die Zufriedenheit und das Wohl der betreuten Menschen.

4.) Ziele

Unser Ziel ist es, das Streben von Menschen mit Behinderungen und deren Familien nach Selbstbestimmung und Teilhabe an der Gesellschaft zu begleiten und zu fördern.
Wir schaffen geeignete Rahmenbedingungen, damit sie ihr Leben so normal, so individuell und so selbst bestimmt wie möglich gestalten können.
Dazu stellen wir die notwendige fachkundige Unterstützung und Hilfe zur Verfügung.

Die von uns betreuten Menschen und deren Familien definieren ihre Lebensqualität und die Verwirklichung der Grundsätze selbst bestimmten Lebens für sich selbst.
Unser Ziel ist es, dass jeder Mensch mit Behinderung in diesem Sinne lernen, eine Arbeit finden, wohnen, sich weiterbilden und seine Freizeit selbst gestalten kann.
Wir bestärken, begleiten und fördern ihn dabei ganzheitlich.

5.) Öffentlichkeitsarbeit

Die Lebenshilfe engagiert sich für ein besseres Verständnis der Öffentlichkeit für die besonderen Belange von Menschen mit Behinderungen.
Für uns sind Menschen mit Behinderungen ein gleichwertiger Teil der Gesellschaft.
Als Verein setzen wir uns in dem Gemeinwesen vor Ort, in dem wir tätig sind, in Gremien, Verbänden und Organisationen für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen ein.
Unsere hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden tragen durch ihre wertschätzende Grundhaltung und ihr berufliches Handeln, aber auch darüber hinaus zu einem positiven Bild von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit bei.

6.) Partner und Kooperationen
Zur Erfüllung unserer Aufgaben und Ziele kooperieren wir mit Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft, mit Ämtern und Behörden sowie fachlich relevanten Institutionen, Ausbildungsstätten und anderen Trägern und Verbänden.
Die Mitwirkung in vielfältigen – auch überregionalen – Gremien ist für uns wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
Als Träger von Diensten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen übernehmen wir eine gesellschaftliche Aufgabe. Dabei sind wir Partner der für die Finanzierung verantwortlichen örtlichen und überörtlichen Träger der Sozialhilfe sowie staatlicher Stellen. Von diesen fordern wir eine ausreichende und sachgerechte Finanzierung unserer Arbeit ein.

7.) Mitarbeiter/innen
Menschen mit Behinderungen sind nicht nur in besonderer Weise auf Eltern und Angehörige angewiesen, sondern auch auf die Mitarbeitenden, denen sie alltäglich in unseren Einrichtungen und Diensten begegnen.
Mit unseren Mitarbeitenden steht und fällt die Qualität unserer Arbeit.
Dafür brauchen wir einen guten Informationsfluss und transparente innerbetriebliche Abläufe und Entscheidungen. Ein Arbeitsklima, das von Vertrauen, Kooperationsbereitschaft und gegenseitiger Achtung geprägt ist, ist uns wichtig. Unser Umgang miteinander ist von Wertschätzung und Respekt geprägt. Wir begegnen uns mit Achtung und Toleranz.
Wir legen großen Wert auf eine hohe Fachlichkeit unseres Personals. Darunter verstehen wir eine den Aufgaben entsprechende Ausbildung, die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten und Verantwortung zu tragen. Wir fördern und fordern eine berufliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Beschäftigten Mitarbeitenden, zum Beispiel durch die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsangeboten.
Auf allen Leitungsebenen legen wir Wert auf einen kooperativen und verantwortungsvollen Führungsstil. Führen heißt dabei, selbst Vorbild zu sein, Mitarbeiter anzuleiten, zu fordern und zu fördern, Aufgaben verständlich, mit eindeutiger Zielsetzung und klarer Kompetenzzuweisung zu delegieren. Dazu geben die Führungskräfte und die Mitarbeitenden sich gegenseitig eine konstruktive Rückmeldung und räumen sich auch gegenseitig das Recht ein, Fehler zu machen. So können unsere Beschäftigten Verantwortung übernehmen, sich weiterentwickeln und Vorbild sein.
Ehrlichkeit, Offenheit und Diskretion sind die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Diese erfordert Regeln und Grenzen, die von allen eingefordert und eingehalten werden müssen.

8.) Qualität
Wir überprüfen und entwickeln unsere Angebote stetig weiter, um die Qualität und die Wirtschaftlichkeit unserer Arbeit zu sichern.
Dabei orientieren wir uns an fachlichen Standards, gesetzlichen Normen und den eigenen Zielvorgaben aus Qualitätsmanagementsystemen. Entsprechende QM-Systeme wollen wir langfristig in allen Teilbereichen implementieren.
Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses fördern wir nicht nur die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden, sondern sind auch offen für deren Ideen und Anregungen zu möglichen Verbesserungen.
Wir nehmen Beschwerden und Vorschläge von Eltern und Angehörigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und von Menschen mit Behinderungen an und sehen darin eine Chance, die Qualität unserer Arbeit zu verbessern.
Durch gezielte Überprüfungen erhalten wir Aussagen über die erreichten Qualitätsstandards. Daraus entwickeln wir weiterführende Ziele und nehmen notwendige Veränderungen vor.

9.) Umgang mit Ressourcen
Die Sicherstellung und Weiterentwicklung unserer Angebote ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wir sehen uns dabei als sozialen Dienstleister, der mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verantwortungsvoll und effizient umgeht.
Daher achten wir darauf, dass wir sorgsam mit ökologischen Ressourcen und Verbrauchsmaterialien aller Art umgehen.

10.) Zukunftsorientierung
Wir beobachten die Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse und die Veränderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen um im Sinne unserer Arbeit für Menschen mit Behinderungen unsere Angebote zu erhalten, zu erweitern und wettbewerbsfähig zu gestalten.
Dabei setzen wir uns mit dem Konzept der Inklusion auseinander und begleiten aktiv den Prozess der Umsetzung.

Stand 19.05.2014

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